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"Das Lernen lernen" - Ein Elternabend mit Andreas Hensing

Am 10.04.2018 fand auf Einladung der Grundschule Hude-Süd ein Elternabend mit Andras Hensing, Diplompädagoge, Lerncoach und Referent für LVB Lernen e.V., statt. "Die Grundschule Hude-Süd hat sich Chancengleichheit unabhängig der sozialen Herkunft auf die Fahnen geschrieben. Darum haben wir uns im Dezember 2017 um einen Vortrag für unsere Elternschaft beworben", so Birte Kempers, Rektorin der GS Hude-Süd.

Der LVB Lernen e.V. beschreibt seine Ziele auf der eigenen Homepage folgendermaßen: "Wir stehen für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Um dies zu erreichen, wollen wir Eltern dabei unterstützen den Lernalltag mit den Kindern zu meistern und ihnen die richtigen Lernmethoden an die Hand geben. Eltern wollen immer nur das Beste für ihre Kinder und wir geben Tipps und Tricks aus der Praxis, damit Eltern es schaffen ihre Kinder zu motivieren. Lernerfolg bringt Spaß und Spaß bringt Leichtigkeit in den Lernalltag." (Hier stellt sich der LVB Lernen e.V. vor.)

Hensing referierte vor den Eltern darüber, wie Lernen funktioniert und wie Eltern ihre Kinder unterstützen können. Die zuhörenden Gäste konnten am eigenen Leibe erleben, dass die Aufnahmekapazitäten des Gehirns begrenzt sind, ein Strukturieren des Lernstoffes aber dazu führt, dass man sich weitaus mehr merken kann. Die Gäste erhielten alle einen Zettel mit zwanzig Wörtern. Dabei wurden die Eltern unbemerkt in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe erhielt einen Zettel auf dem die zwanzig Wörter vier Oberbegriffen zugeordnet waren. Für die andere Gruppe standen diese Wörter durcheinander auf dem Zettel. Aus der Gruppe mit den sortierten Zetteln schafften es Zuhörer, sich zwanzig Wörter in der richtigen Reihenfolge binnen zwei Minuten zu merken. Das war der psychologischen Vergleichsgruppe mit den unsortierten Wörtern nicht möglich. Hier lag die Höchstzahl der gemerkten Wörter bei sieben.

Hensing war es weiter wichtig, deutlich zu machen, dass Gelerntes erst durch Wiederholungen im Langzeitgedächtnis aufgenommen wird und damit dauerhaft abrufbar abgespeichert wird. "Gelerntes muss wiederholt werden, damit das Gehirn die Bedeutung erkennt und Gelerntes nicht wieder vergisst", so Andreas Hensing.

Mediennutzung mit schnellen Bildabfolgen wie Fernsehen, Computerspiele etc. binnen zwanzig Minuten nach dem Beenden der Lernzeit machen alle Mühe zunichte, weil Gelerntes überlagert und als unwichtig vom Gehirn aussortiert würde. Viel besser wäre eine Pause mit Bewegung, eine Unterhaltung, etwas trinken,...

An dieser Stelle hinterfragte Hensing kritisch den Nutzen von Lernvideos auf "YouTube", da hier mitten im Lernvideo eine Ablenkung durch aufploppende Werbung erfolge und diese zum Abschweifen verführe. "Hierbei müssten Eltern eigentlich daneben sitzen und eine Vorauswahl treffen", so Hensing. Zum Wiederholen des Gelernten empfahl Hensing neben den klassischen Verfahren wie dem Karteikastensystem eher Lernplattformen, die auf das Alter der Kinder auch zugeschnitten und werbungsfrei sind.

Nach einer Pause, die dem Austausch und dem Anbringen von Fragen diente, wurde den Eltern unterhaltsam vor Augen geführt, dass es völlig unterschiedliche Lerntypen gibt, die auch verschiedene Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Lernen brauchen. An dieser Stelle konnte sich wohl jeder an seine Schulzeit erinnern und fühlte sich dem einen oder anderen Lerntyp zugeordnet. Hensing versprach den Eltern einen Lerntypentest, der ihnen in den nächsten Tagen per Mail zugesendet werden soll.

 


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